Gemeinschaftsschule - Ergebnis Elternbefragung Bewertung durch Bürgermeister - Bericht LZ v. Sa. 20.05.

Allgemein

Gemeinschaftsschule  -  Ergebnis Elternbefragung

Bewertung durch Bürgermeister  -  Bericht LZ v. Sa. 20.05.

 

 

 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Gatz, sehr geehrte Herren Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,

 

zunächst bitte ich Sie herzlichst um Nachsicht, dass ich mich nun fast zwei Wochen zurückgenommen habe. Aber ich brauchte nach der anonymen Elternbefragung auch ein bisschen Auszeit und hatte das vergangene Brückentags-Wochenende zudem für ein paar entspannte Tage genutzt.

 

Die Berichterstattung in der Landshuter Zeitung vom 20. Mai (siehe Anhang), in der die Bewertung bzw. die Stellungnahmen von Ihnen, sehr geehrte Büregrmeister_in, berichtet wird, kann aus unserer Sicht so natürlich nicht stehen bleiben. Diese Berichtersatttung hat auch viele Eltern, Großeltern, Mitstreiter und Unterstützer irritiert. Deshalb müssen wir nachstehend  ein paar "nackte Zahlen" (siehe Anhang) erläutern.

 

 

Nackte Zahlen:

 

Unter Berücksichtigung dessen, dass es bei demokratischen Wahlen, Bürger- und Volksbegehern, Bürger- und Volksentscheiden, etc. üblich und demokratische Praxis ist, das Wahlergebnis immer auf der Basis der tatsächlich abgegebene Stimmen zu ermitteln und nicht auf der Basis aller Wahl- bzw. Stimmberechtigten, ergiben sich folgende Ergebnisse:

 

Zustimmung Gemeinde Eching:        121 Stimmen  =  82,876 %

Zustimmung Gemeinde Tiefenbach:    88 Stimmen  =  77,876 %

durchschnittliche Zustimmung Schulverband Eching-Tiefenbach:  80,376 %

 


Zustimmung Gemeinde Buch a. E.:   104 Stimmen  =  79,389 %

Zustimmung Gemeinde Vilsheimh:      37 Stimmen  =  54,412 %

durchschnittliche Zustimmung Schulverband Buch-Vilsheim:         66,90 %

 

insgesamt haben mit JA gestimmt:   350 Stimmen (entspricht 350 Kindern für die Gemeinschaftsschule)

durchschnittliche Zustimmung über alle 4 Gemeinden:                  73,638 %

 

Bitte erlauben Sie, dass wir an dieser Stelle schon auch darauf hinweisen möchten, dass Sie als Bürgermeister_in und Gemeinderätin bzw. Gemeinderat auch mit der Mehrheit der abgegeben Stimmen gewählt wurden. Wenn Sie die jeweiligen Kommunalwahlergebnisse (Stimmen für einzelne Personen) auf die tatsächliche Zahl der wahl- bzw. stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger umrechnen würden, wäre die/der Eine oder Andere von Ihnen wahrscheinlich nicht im Amt. Und auch die bayerische Staatsregierung wär, gemessen an der wahlberchtigten Bevölkerung, nicht legal im Amt.  (vgl. Zahlen des statistischen Landesamtes Bayern)
 
 
 
Auf Empfehlung des Schulentwicklers Herrn Roland Grüttner und unter Zugrundelegung der selbst gesteckten Ziele der anderen bayerischen Gemeinschaftsschulinitiativen (Gemeinden Denkendorf/Kipfenberg, Stadt Arzberg, Markt Donaustauf)  hatten wir uns selbst das Ziel gesteckt, eine Zustimmung von 66% zu bekommen. Dies ist uns dank der großen Zustimmung der Zielgruppeneltern auch gelungen. Herzlichen Dank dafür an alle Eltern.  Diese Zahl von 66% bzw. eweidrittel Zustimmung ist aber nirgends vorgegeben. Die WICHTIGSTEN ZAHLEN sind daher:
 
Für eine funktionsfähige Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe 1 (Jahrgangsstufen 5 bis einschl. 10) werden  mind. 220 - 240 Schüler_innen benötigt, das wären 2 Klassen je Jahrgangsstufe mit 18 - 20 Schüler_innen.  Wir haben nach der Elternbefragung 350 Schüler_innen, die (wahrscheinlich) eine Gemeinschaftsschule besuchen würden. Das sind 50% mehr (oder "konservativ" gerechnet ein Drittel mehr) als wir bräuchten. Bei einer "Klassenstärke" von max. 24 Schüler_innen (siehe pädagogisches konzept), wäre das eine dreizügige Gemeinschaftsschule (jede Jahrgangsstufe 3 Klassen à 19 Schüler_innen).
Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, so die eindeutigen Erfahrungswerte aus anderen Bundesländern, dass eine Einpendelung aus anderen, umliegenden Gemeinden von mindestens 10% erfolgt. Anfragen aus Geisenhausen, Altfraunhofen, Kumhausen und Moosburg haben uns bereits erreicht.
 
Also, egal, wie man das Ergebnis auch berechnet und bewertet: das unumstößliche Faktum ist, dass wir mit 350 Zustimmungen mehr als ausreichend Schüler_innen für eine Gemeinschaftsschule an 2 Standorten hätten, ohne Einpendelung. Ein ebenfalls umumstößliches Faktum ist, dass unter der 350 Zustimmungen auch 25 - 30% sind, die ihre Kinder, wenn es keine Gemeinschaftsschule geben sollte, an einem Gymnasium anmelden würden. Dies ist ebenfalls ein tolles und wichtiges Ergebnis.
 
 
Herr Norbert Zeller, der ehemalige Leiter der Stabsstelle Gemeinschaftsschule im Kultusministerium Baden-Württemberg, der für die Landesregierung überaus erfolgreich flächendeckend im ganzen Land die Gemeinschaftsschule eingeführt hatte, hatte uns immer empfohlen, nicht so dogmatisch und starr an diesem selbstgesteckten Ziel einer zweidrittel Zustimmung festzuhalten. Er war immer und ist immer noch der Meinung, dass eine Gemeinschaftsschule auch mit einer geringeren Zustimmungrate eingeführt werden kann. Seine große Erfahrung (er war vor seiner Zeit als Politiker Lehrer und Schulleiter) gab und gibt ihm recht.  In Baden-Württemberg gab es dazu keine Elternbefragungen, sondern allein das Interesse der die Gemeinschaftsschule tragenden Kommune oder/und Schule. Insofern sind wir mit unserem Ergebnis der Elternbefragung überdurchschnittlich erfolgreich.
 
 
Wir als IGG würden nun gerne mit Ihnen als Bürgermeister und Gemeinderäte ins Gespräch kommen und mit Ihnen das Ergebnis - so wie ober dargestellt - erläutern, besprechen und bewerten.
 
Gleichzeitig sollten Sie sich auch in Erinnerung rufen, dass Sie für die Standortgutachten, das pädagogische Konzept und auch für die Durchführung der Elternbefragung Geld,  (Steuer)Gelder der Bürgerinnen und Bürger, ausgegeben haben.  Da kann es jetzt nicht daran scheitern, den letzten Schritt zu gehen und zu beschließen, nun auch einen Antrag auf Genehmigung einer Modellschule gemäß § 81 BayEuG ans Kultusministerium zu formulieren (würde die IGG mit dem Schulentwickler und anderen Experten machen) und diesen dann einzureichen (sollte persönlich übergeben werden). Andernfalls wären die bisher investierten Kosten pure Geldverschwendung und der Mehrheitswille der betreffenden Eltern würde ignoriert.
 
Gegebenenfalls würden wir als IGG auch wieder entsprechende und begründete Anträge an alle 4 Gemeinderäte stellen.
 
 

Eines ist jedoch völlig unbestritten:  mit einem Antrag ans KM vergeben Sie sich als Kommunalpolitiker_in nichts. Er wäre nur die logische Konsequenz aus allem Bisherigen, sowie aus der sehr positiven Elternbefragung. Dieser Antrag würde aber für die Zukunft ALLE Türen offenhalten.

Gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.
 
 
Mit herzlichsten Grüßen
 
Ihr Herbert Lohmeyer
 
 

Ergebnisse der anonymen Elternbefragung vom 28.04. – 15.05.2017

 

Gemeinde Eching:

Stimmberechtigt:               262

abgegebene Stimmen:      146

Wahlbeteiligung:                   55,73 %

mit JA haben gestimmt:    121 Stimmzettel  =  82,876 %

mit NEIN abgestimmt:         21 Stimmzettel  =  14,384 %

ungültig                                  4 Stimmzettel  =    2,740 %

 

Gemeinde Tiefenbach:

Stimmberechtigt:               283

abgegebene Stimmen:      113

Wahlbeteiligung:                   39,93 %

mit JA haben gestimmt:      88 Stimmzettel  =  77,876 %

mit NEIN abgestimmt:         25 Stimmzettel  =  22,124 %

ungültig                                  0 Stimmzettel   =

 

Schulverband Eching/Tiefenbach:  Zustimmung von 80,376%

 

 

Gemeinde Buch a. E.:

Stimmberechtigt:               207

abgegebene Stimmen:      131

Wahlbeteiligung:                  63,285 %

mit JA haben gestimmt:    104 Stimmzettel  =  79,389 %

mit NEIN abgestimmt:         25 Stimmzettel  =  19,084 %

ungültig:                                 2 Stimmzettel  =    1,527 %

 

Gemeinde Vilsheim:

Stimmberechtigt:               141

abgegebene Stimmen:        68

Wahlbeteiligung:                  48,227 %

mit JA haben gestimmt:      37 Stimmzettel  =  54,412 %

mit NEIN abgestimmt:        31 Stimmzettel  =  45,588 %

ungültig:                                 0 Stimmzettel  = 

 

Schulverband Buch a. E./Vilsheim:  Zustimmung von 66,90 %

 

Zustimmung  über  alle  4  Gemeinden:   73,638 %

Insgesamt haben mit JA gestimmt:   350

 
 

WebsoziCMS 3.5.2.9 - 111907 -